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Sheih
Mansaray ist Bäcker und Farmer, wie viele der amputierten
Opfer.
"Gott wird richten", sagte er. Er hat keinerlei Rachegedanken.
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Wie viele andere Menschen
hat Samson Bah alles verloren, was er besass.
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Gegenwärtiger
Brennpunkt: Über 4000 amputierte Opfer in Sierra Leone, die
den Krieg überlebten
Für
Dreharbeiten hielten wir uns einiger Monate in Sierra
Leone. 2006,
vier Jahre nach der offiziellen Friedensunterzeichnung, sind uns dort
unzählige Menschen begegnet, die von den Rebellenarmeen
Charles
Taylors verstümmelt wurden: wir haben die Ansiedlung
JOJ besucht, die sich eine halbe Busstunde ausserhalb Freetowns
befindet, als
auch in Freetown selbst, ebenso in Kabala. Überall dort fehlt
es
am Allernotwendigsten, wie an medizinischer Grundausstattung, wie
Schmerzmittel und Medikamente und an behinderten gerechten,
sanitären Einrichtungen.
Was sie
uns berichteten, und was
wir mit eigenen Augen gesehen haben, ist, dass diese Kriegsopfer
völlig vergessen und von der Gesellschaft verdrängt
sind,
dazu verdammt, auf der Strasse zu betteln.
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Sie
haben ihre Berufe verloren. Ihr normales Leben wurde jäh
abgebrochen. Konsequenterweise gibt es Probleme in den Familien.
Nebst
dem seelischen Trauma, das diese Menschen verarbeiten
müssen, haben sie kein Geld, keine Arbeit, und niemanden, der
ihnen im täglichen Leben assistieren könnte. Sie
leben unter
den bedrückendsten und unwürdigsten Bedingungen, die
man sich nur vorstellen kann.
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Bevor
die Rebellen Fina Dabos Hand abschlugen, musste sie zusehen, wie sie
die Hand ihrer kleinen Tochter abhackten.
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Bala
Koroma deutet auf Einschüsse, in denen noch Patronen und
Splitter
stecken, an Auge und Ohr. Seine rechte Hand wurde von Kugeln
verkrüppelt. Seine Brust zählt mehr als 25
Einschüsse.
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Die
Rebellen wollten
Masiru Koroma verbrennen, nachdem sie versuchten, ihm die
Hände
abzuhacken. Er entkam. Seine Hände sind verkrüppelt
und die
Finger versteift bis auf drei Finger.
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Die
unschuldig Verwundeten mussten oft mehr als zehn Tage ohne jegliche
medizinische Behandlung und Nahrungsmittel im Busch überleben.
Viele haben nicht überlebt.
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Jancu
Sessei. Sie schlugen ihm die Hände ab, damit er nie wieder
eine
bürgerliche Regierung wählen könne. Die
Rebellen sagten,
dass sie die abgeschlagenen Hände zum Präsidenten von
Sierra
Leone schicken würden. Er solle sie ihnen ersetzen.
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Alghi
Lamin ist Oberhaupt im JOJ Amputee Ressettlement. Er hat eine Familie
mit zwei Kindern zu ernähren.
Sie
sagten, " Schlagt ihnen beide Hände ab, tut sie in Taschen und
bringt die Taschen zu Eurem Kommandanten, damit verdient ihr Euch mehr
Promotion.“
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Sahr M.
Tarawallie wurde
ins Bein geschossen. Es musste amputiert werden.
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Der
Single Leg Amputee Football Club in Sierra Leone hat bereits eine
gesunde Annäherung an das Problem unternommen. Sie spielen
Fussball, um damit etwas Geld zu verdienen. Dennoch stehen sie den
gleichen Problemen gegenüber, kein Geld zu haben für
Leben
oder Fortbildung, keine Arbeit, und keine medizinische Versorgung.
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Es gibt zahllose
nenneswerte und Hilfe bedürftige Projekte. Wir machen hier
weiter .....
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Sechs Monate,
bevor
diese Fotos und die Röntgenaufnahme gemacht wurden, ist dieses
Mädchen von einem Baum gefallen.
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Im
achten Monat schwanger.. |
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Die
kleine Tochter hält die Hand schützend vor Augen
gegen fliegende Steinsplitter. Die Mutter ist erneut schwanger. |
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Was
von einem Schuh
noch übrig ist. |
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"Believe
Your Bones"
"Glaube Deinen Knochen“
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Die
typische Verletzung eines Steinarbeiters. Als Medizin und Antisepticum
benutzen sie ein afrikanisches Gras, das am Wegrand wächst.
Fliegenlarven sind extrem gefährlich. |
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Ganze
Täler sind Tag ein Tag aus damit beschäftigt,
Granitsteine in
allen Grössen herzustellen, um den Bauboom in Sierra Leone zu
beliefern. Die einzigen Werkzeuge, die sie haben, den Granit zu
zertrümmern, sind Hammer. Sie leben auf der Strasse, und
müssen ihre Familien mit dieser harten Arbeit
ernähren, was
dazu führt, dass die ganze Familie Steine zertrümmert.
BUB (Believe your Bones, Glaub` an Deine Knochen) ist das Motto einer
jungen Steinschlägersiedlung in Freetown. „Keine
Drogen, kein
Alkohol, nur Arbeit“, sagen sie. Es stimmt. In mehreren
Länder
Afrikas verdienen sich die Menschen ihren Lebensunterhalt mit Steine
zertrümmern.
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